CR-39 Brillenglas: Eigenschaften des bewährten Kunststoffs (September 2026)

CR-39 ist der bewährte Standard-Kunststoff für Brillengläser: Mit einem Brechungsindex von etwa 1,5 und einer sehr hohen Abbe-Zahl von rund 58 liefert er leichte, farbsaumarme Gläser zu einem fairen Preis. Ideal ist das Material für niedrige bis mittlere Sehstärken bis etwa ±3 Dioptrien – bei höheren Werten sind dünnere, hochbrechende Gläser die bessere Wahl.

Was bedeutet CR-39?

CR-39 ist die Bezeichnung für einen organischen Kunststoff, der seit Jahrzehnten als Standardmaterial für leichte Brillengläser dient. Chemisch handelt es sich um Allyldiglycolcarbonat (ADC), einen duroplastischen Kunststoff, der nach dem Aushärten formstabil bleibt und sich nicht erneut verflüssigen lässt. Genau diese Stabilität macht ihn für die präzise Fertigung von Korrektionsgläsern so wertvoll.

Der Name geht auf die Forschungsreihe „Columbia Resins“ zurück, die in den 1940er-Jahren in den USA im Umfeld des Konzerns Pittsburgh Plate Glass lief. Die 39. untersuchte Harzverbindung zeigte die besten Materialeigenschaften – daraus entstand das Kürzel CR-39. In der Augenoptik löste das Material nach und nach das schwere Mineralglas ab und machte Kunststoffgläser massentauglich.

Die wichtigsten Kennwerte im Überblick

Kennwert CR-39 (typisch) Bedeutung für den Träger
Brechungsindex ca. 1,5 Basisindex; für niedrige bis mittlere Sehstärken gut geeignet
Abbe-Zahl ca. 58 Sehr geringe Farbsäume, hohe Abbildungsqualität
Dichte ca. 1,32 g/cm³ Deutlich leichter als Mineralglas, angenehmer Tragekomfort

Besonders die hohe Abbe-Zahl ist ein echter Pluspunkt: Sie beschreibt, wie stark ein Material Licht in seine Spektralfarben zerlegt. Je höher der Wert, desto weniger störende Farbränder nimmt das Auge am Glasrand wahr – hier schneidet CR-39 besser ab als viele hochbrechende Kunststoffe.

Stärken und Schwächen im Alltag

Das spricht für CR-39

  • Geringes Gewicht: spürbar leichter als klassisches Mineralglas, ideal für ganztägiges Tragen
  • Brillante Abbildung: kaum chromatische Farbsäume dank hoher Abbe-Zahl
  • Gut färbbar: das Material nimmt Tönungen gleichmäßig an und eignet sich hervorragend für Sonnenbrillengläser
  • Bruchsicherer als Mineralglas: mehr Sicherheit bei Sport und Freizeit
  • Wirtschaftlich: bewährte Fertigungsprozesse machen CR-39-Gläser preislich attraktiv

Wo das Material an Grenzen stößt

  • Kratzempfindlichkeit: Kunststoff ist von Natur aus weicher als Mineralglas – eine Hartschicht ist daher praktisch Pflicht
  • Glasdicke bei hohen Werten: Mit dem Basisindex von 1,5 werden Gläser bei stärkeren Dioptrien sichtbar dicker; hier sind hochbrechende Materialien (Index 1,6 bis 1,74) die bessere Wahl

Für wen eignen sich CR-39-Gläser?

Wer eine Fehlsichtigkeit im niedrigen bis mittleren Bereich hat – als grobe Orientierung bis etwa ±2 bis ±3 Dioptrien – erhält mit einem Kunststoffglas auf CR-39-Basis ein leichtes, optisch hochwertiges und preislich faires Brillenglas. Bei höheren Werten lohnt sich der Wechsel zu dünneren, hochbrechenden Kunststoffen, damit die Brille schlank und leicht bleibt. Moderne Veredelungen wie Hartschicht, Entspiegelung und Clean-Coat gleichen die typischen Schwächen des Materials weitgehend aus.

Neue Gläser für Ihre Brille – gefertigt in Deutschland

Ihre Fassung ist noch top, aber die Gläser sind zerkratzt oder die Sehstärke hat sich geändert? Dann müssen Sie keine neue Brille kaufen: Bei EYEGLASS24 lassen Sie Ihre vorhandene Brille einfach mit neuen Premium-Gläsern ausstatten – die Neuverglasung gibt es bereits ab 49,90 EUR, gefertigt in Deutschland. So kombinieren Sie Ihre Lieblingsfassung mit moderner Glastechnologie, ob als klassisches Kunststoffglas oder in dünner, hochbrechender Ausführung.

Zurück zum Blog